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08.11.2015 Sonntag  Segelboot gerät in der Nacht in Not

Am späten Abend des 07. Novembers, um kurz vor Mitternacht, wurden die Kräfte der DLRG Ortsgruppen Stade und Drochtersen sowie die Freiwilligen Feuerwehren aus Dornbusch und Stade zu einem Wasserrettungseinsatz auf der Elbe alarmiert.

Die 10m lange Segelyacht "Blanker Hans" war von Hamburg kommend auf dem Weg nach Norderney, als die vierköpfige Besatzung gegen 22.00 Uhr bei stürmischen Böen im Glückstädter Nebenfahrwasser in Höhe der Rhinplatte auf Grund lief. Nach Angaben der Mannschaft war das GPS ausgefallen und der Skipper hatte im Dunkel der Nacht vollends die Orientierung verloren.

In Ihrer ersten Hilfslosigkeit nahm die Besatzung telefonisch Kontakt mit dem Störsperrwerk auf, weil sie sich in der Nähe der Störeinfahrt wähnten. Da die anwesenden Sperrwerkswärter kein Boot ausmachen konnten, übergaben sie den Fall schließlich an die Wasserschutzpolizei Hamburg. Diese setzten das Wasserschutzpolizeiboot WS 20 "Amerikahöft" ein, um die Position des Havaristen ausfindig zu machen. Kurz vor der Ankunft der WS 20 wurden um 23.50Uhr die Kräfte der DLRG Stade und Drochtersen sowie die freiwilligen Feuerwehren aus Dornbusch und Stade durch die Feuerwehr- und Rettungsleitstelle Stade alarmiert.

Bereits wenige Minuten nach der Alarmierung rückte das Motorrettungsboot „Kiek Ut“ vom Anleger in der Schwinge aus. Auf der Anfahrt gab es immer wieder verschiedene Lagemeldungen, so dass sich die Kräfte an Bord auf das Schlimmste vorbereiteten.

Am Einsatzort angekommen, war die Lage jedoch weniger dramatisch. Das Segelboot war auf eine Schlickbank aufgelaufen und kam aus eigener Kraft nicht mehr frei. Die Kameraden der DLRG Drochtersen überbrachten dem Havaristen eine Schleppleine. Dieser konnte mithilfe des Kiek Ut (Pfahlzug über 2,5t) freigeschleppt werden. Nach einer kurzen Überprüfung konnte beim Havaristen keine Beschädigung festgestellt werden. Lediglich etwas Wasser musste vor Ort gelenzt werden.

Das Boot wurde vom Kiek Ut in den Hafen nach Glückstadt geschleppt. Die Besatzung des Kiek Ut erreichte um kurz nach drei Uhr am Morgen wieder den Anleger in Stadersand. Hier wurde umgehend die Einsatzbereitschaft wieder hergestellt und das Boot aufgeklart.

Die Wasserschutzpolizei hat die weiteren Ermittlungen zur Ursache der Havarie aufgenommen.

Kategorie(n)
Allgemein

Von: Christian Schaarschmidt

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