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23.03.2016 Mittwoch  Volles Haus im „Elbblick“: DLRG-Jahreshauptversammlung

Der Vorsitzende Christian Schaarschmidt und die zweite Vorsitzende Tina Pieper (re.) mit den geehrten Mitgliedern auf der Jahreshauptversammlung 2016

Erstmalig fand die Jahreshauptversammlung der DLRG-Ortsgruppe Stade direkt neben der Rettungswache in Stadersand statt. Der Erste Vorsitzende Christian Schaarschmidt begrüßte am 11.03.2016 um 19:30 Uhr 55 Kameradinnen und Kameraden sowie einige Gäste im gläsernen Restaurant von Robert Diekers, von wo aus für gewöhnlich eher Touristen die Elbschifffahrt bestaunen, über welche die DLRG sorgsam wacht. Als Vertreter des DLRG-Bezirks richtete der Kamerad Wolfgang Leskau seine Grußworte an die Anwesenden der Ortsgruppe.

Flüchtlingshilfe:

Nachdem der verstorbenen Kameraden gedacht wurde, dankte der Vorsitzende dem Vorstand für die ehrenamtliche Arbeit der vergangenen drei Jahre und resümierte insbesondere die Vereinstätigkeiten des Jahres 2015. Hierbei sei besonders zu erwähnen, dass die DLRG im Rahmen der Flüchtlingshilfe ihren Kernkompetenzbereich der Wasserrettung verlassen habe und sich auf neue Tätigkeiten habe einstellen müssen. So sei die Ortsgruppe Stade nicht nur beim Aufbau einer Flüchtlingsunterkunft in Lüneburg mit Helfern und dem Bereitstellen von Zelten und Tischgarnituren beteiligt gewesen, sondern habe auch im Rahmen des auferlegten Amtshilfeersuchens hier in der Stader BBS binnen kürzester Zeit zwei Turnhallen zu Notunterkünften ausgebaut. Von 128 Helfern in der von dem DRK geleiteten Unterkunft stellte beim Aufbau alleine die DLRG über 50 % der Helferinnen und Helfer, davon 35 aus der Ortsgruppe Stade. Hier war die Ortsgruppe bei dem Bettenaufbau, der Bestuhlung, der Bauzaunabgrenzung, in der Registrierung und Halleneinweisung sowie beim Lichtmastenaufbau aktiv.

Auch als der Landkreis Stade darum bat, die Turnhalle der Friedrich-Fröbel-Schule zu einer Flüchtlingsunterkunft aufzubauen, stand die DLRG mit Helfern sowie Material parat und arbeitete wie zuvor mit dem DRK nun mit den Johannitern professionell zusammen.

 

Entgegen der Wegwerfgesellschaft: Repair-Café

In Zusammenarbeit mit der Johannis-Gemeinde wurde eine Initiative ins Leben gerufen, welche Menschen dabei unterstützen soll, defekte Sachen zu reparieren, um nicht sofort Neues anschaffen zu müssen. Diese Hilfe solle den Stader Mitbürgern zugute kommen, welche sich eine Neuanschaffung nicht leisten können, dieses aus Umweltgründen nicht möchten oder nicht über das dafür erforderliche Geschick zur Reparatur verfügen. So werden Ressourcen geschont, Bürger kommen zusammen und erhalten Hilfe von der DLRG, welche Altes repariert und wieder brauchbar macht.

 

Schulprojekt mit dem Gymnasium Athenaeum

Ein Kooperationsprojekt mit dem Gymnasium Athenaeum wurde von der DOW finanziell mit 5000 € unterstützt. Es wurden 22 Schülerinnen und Schüler zu Rettungsschwimmern und teils Ersthelfern ausgebildet. Zum Abschluss ihrer Ausbildung fuhren die Athenaeer mit ihrem Lehrer Markus Scheliga für eine Woche zum Einsatz im Wasserrettungsdienst nach Travemünde. Das Projekt gehe in diesem Jahr in die zweite Runde. Bisher hat die Ortsgruppe dadurch rund 30 neue Mitglieder gewonnen, die auch zu einem großen Teil weiterhin aktiv in der Vereinsarbeit, besonders jedoch in der Schwimmausbildung mitmachen und so an die ehrenamtliche Arbeit zum Wohle der Allgemeinheit herangeführt wurden.

 

 

Stunde um Stunde für die Allgemeinheit

Der Technische Leiter im Bereich Technik, Maik Hippauf, berichtete, dass im Jahr 2015 an 21 Wochenenden rund 4500 ehrenamtliche Wachstunden geleistet wurden. Die Touristen im „Elbblick“ konnten 2015 das eine oder andere Mal das Ausrücken der DLRG-Boote hautnah in Stadersand miterleben.

Hinzu kamen über 3000 Arbeitsstunden der Ehrenamtlichen, mit denen hauptsächlich der von der Bundeswehr gekaufte Unimog für DLRG-Zwecke umgebaut wurde. Der Unimog wird zur Wacheröffnung 2016 offiziell in Dienst gestellt werden.

Insgesamt hatte die DLRG Stade im Jahr 2015 78 Einsätze, davon alleine 25 im Rahmen der Flüchtlingshilfe. Rund 2000 Einsatzstunden kamen hier zustande, wobei ein besonderer Dank an alle Arbeitgeber zu richten sei, welche nicht selten ihre Mitarbeiter für Einsätze befreien müssen.

 

Ausbildung: Der Kern der DLRG

Der Technische Leiter im Bereich Ausbildung, Nico Ahrens, berichtete über die Kernaufgabe der DLRG. Auch im Jahr 2015 fanden wieder die obligatorischen Kurse vom Seepferdchen bis zum Jugendschwimmabzeichen Gold statt. Darüber hinaus konnte die Anzahl der ausgestellten Rettungsschwimmscheine dank des Schulprojekts mit dem Athenaeum verdoppelt werden. Des Weiteren ermöglichte die DLRG zwei Erste-Hilfe-Kurse, eine Eisrettungsfortbildung sowie eine Sanitätsausbildung.

Außerdem hat die Ortsgruppe Stade drei Lehrerfortbildungen durchgeführt. Gemäß Erlass des Kultusministeriums müssen Sportlehrerinnen und Sportlehrer inzwischen nachweisen, dass sie exakt in der Schwimmstätte rettungsfähig sind, in welcher sie ihre Schulkinder unterrichten. Die Ortsgruppe Stade hat sich der Lehrkräfte im Landkreis angenommen und inzwischen rund 200 Pädagogen in je fünfstündigen Fortbildungen geschult, um die Sicherheit der Schulkinder während des Schwimmunterrichts zu verbessern.

 

Entlastung, Wahlen und Ehrungen

Nach dem Bericht der Revisoren wurde der Vorstand einstimmig entlastet. Anschließend wurde ebenfalls einstimmig einer Satzungsänderung zugestimmt, welche dem inzwischen erweiterten Aufgabenspektrum der DLRG gerecht wird. Des Weiteren wurde der neue Vorstand im Block gewählt, wobei Christian Schaarschmidt erneut für das Ehrenamt des Ersten Vorsitzenden bestimmt wurde.

 

Eine besondere Freude sei es dem Vorsitzenden stets, die Mitgliederehrungen vorzunehmen. Für den Fluthilfeeinsatz 2013 wurde Axel Griep, Thomas Bardenhagen und Rudolf Wolf die Fluthelfermedaille des Bundesministers des Inneren verliehen.
 Für 25-jährige Mitgliedschaft wurden Liesel Blohm-Laydorff, Thorsten Braack, Nina Fechner, Ralf Holst und Renate Soppart geehrt. Die Urkunden für 50-jährige Mitgliedschaft wurden an Peter Brandt, Gerhard Rüddenklau und Arno Tesmer verliehen.
 Andrea Gellert wurde für ihre langjährige Tätigkeit in der DLRG-Jugend mit dem Verdienstabzeichen der DLRG in Bronze geehrt.
Für seine langjährige Tätigkeit als Internetbeauftragter ist Steffen Neumann das Verdienstabzeichen der DLRG in Silber verliehen worden.
Für seine langjährige aktive Tätigkeit in der Ortsgruppe Stade wurde ebenfalls das Verdienstabzeichen der DLRG in Silber an Jörg Dehde überreicht.
Für seine langjährige Vorstandstätigkeit erhält Michael Fechner das Verdienstabzeichen der DLRG in Gold.
Für seine langjährige Vorstandstätigkeit wird Marcus Preuß ebenfalls das Verdienstabzeichen der DLRG in Gold überreicht.

Kategorie(n)
Allgemein

Von: Markus Scheliga

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