Einsatztagebuch

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Einsatz Notfall am/im/auf Wasser (Mi 29.06.2016)
Medizinischer Notfall auf einem Kreuzfahrtschiff

Einsatzart:Notfall am/im/auf Wasser
Einsatztyp:SEG-Einsatz
Einsatztag:29.06.2016 - 30.06.2016
Alarmierung:Alarmierung durch Leitstelle
am 29.06.2016 um 20:20 Uhr.
Einsatzkräfte eingetroffen um 20:28 Uhr
Einsatzende:30.06.2016 um 22:20 Uhr
Einsatzort:Elbe, Fahrwasser Höhe Tonne 114
Einsatzauftrag:Übersetzen des landgebundenen Rettungsdienstes auf das Schiff uns Transport des Patienten zum RTW.
 
Einsatzgrund:Medizinischer Notfall, eine Person mit Atemnot, auf dem Kreuzfahrtschiff Amadea Höhe Tonne 114. Geschwindigkeit 8kn
 
 
Eingesetzte Kräfte
  • 1 Gruppenführer
  • 1 Bootsführer
  • 1 Bootsgast
0/1/2/3
Eingesetzte Einsatzmittel - Rettungsboot (RTB) - 76/78/1 -

Kurzbericht:

Am Abend des 29. Juni wurde die DLRG zu einem Einsatz auf der Elbe alarmiert. Auf dem 193 Meter langen Kreuzfahrtschiff Amadea kam es zu einem medizinischen Notfall, welcher den sofortigen Abtransport einer Passagierin erforderlich machte.
In Stadersand nahm die dreiköpfige Besatzung des DLRG-Boots Kiek Ut vier Rettungskräfte, darunter ein Notarzt, auf, um diese binnen drei Minuten zum Kreuzfahrtschiff überzubringen. Über Seefunk nahm die DLRG Kontakt zur Brücke auf und klärte die exakte Position des Schiffes, dessen Geschwindigkeit sowie die Möglichkeiten des Übergangs, damit die Besatzung des Rettungswagens an Bord Hilfe leisten kann. Der Kiek Ut legte an der Steuerbordseite Höhe Kernkraftwerk an und die Rettungskräfte gingen über die Schiffsgangway an Bord des Dampfers. Im Schiffshospital angekommen wurde eine Frau unter Reanimationsbedingungen vorgefunden. Die Notfallpatientin schwebte in akuter Lebensgefahr, konnte jedoch vom Bordarzt und den zugeführten Rettungskräften reanimiert werden. Während die Ärzte um das Leben der Frau kämpften, begutachtete der mit an Bord gekommene Wasserretter der DLRG Stade die Rettungswege vom Bordhospital zurück zum Kiek Ut, und so wurde die Frau nach rund 45 Minuten mit Hilfe der Kiek-Ut-Schleifkorbtrage von Bord getragen und auf dem DLRG-Boot gesichert. Während des gesamten Manövers versuchte die Brücke der Amadea, das Schiff in langsamer Fahrt zu halten, damit die Transportwege für die Notfallpatientin möglichst kurz sind. Somit konnte die Passagierin, noch immer unter Reanimationsbedingungen sowie intubiert, in Höhe Stadersand die Amadea verlassen und nach Stadersand transportiert werden, wo sie im Rettungswagen in das Elbe-Klinikum gefahren wurde. Abgesichert wurde die Übergabe durch Boote der  DLRG Buxtehude und der Feuerwehren Stade und Grünendeich.
Gegen 22:20 war für die Stader DLRG der Einsatz beendet.
 
 

Bilder:

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