Einsatztagebuch

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Einsatz Bootsunfall (Mo 22.05.2017)
Person nach Havarie aus der Lühe gerettet – gesunk

Einsatzart:Bootsunfall
Einsatztyp:SEG-Einsatz
Einsatztag:22.05.2017 - 23.05.2017
Alarmierung:Alarmierung durch Leitstelle
am 22.05.2017 um 23:14 Uhr.
Einsatzkräfte eingetroffen um 23:22 Uhr
Einsatzende:23.05.2017 um 02:17 Uhr
Einsatzort:Lühe, Landkreis Stade
Einsatzauftrag:Sportboot gesunken, Personen im Wasser
Einsatzgrund:Sportboot gesunken, Personen im Wasser
Eingesetzte Einsatzmittel - Gerätewagen Taucher (GW-Taucher) - 76/57/1 - STD J 7657
- Gerätewagen Wasserrettung (GW-WR) - 76/58/1 - -
- Kommandowagen (KdoW) - 76/10/1 - STD-J 7610
- Mehrzweckboot (MZB) - 76/78/5 -
- Rettungsboot (RTB) - 76/78/1 -

Kurzbericht:

In der Nacht zum 23. Mai wurden die Einsatzkräfte der DLRG Ortsgruppe Stade um 23:15 Uhr zusammen mit Kräften der DLRG Ortsgruppe Horneburg-Altes Land, DLRG Ortsgruppe Buxtehude und der Feuerwehr zu einem Einsatz im Bereich des Lühe-Sperrwerkes alarmiert.

Dort war ein 55-jähriger Skipper mit seinem ca. 6 Meter langen Motorboot gegen 23:15 Uhr von der Elbe kommend in die Lühe eingefahren und hatte dabei offenbar einen auf der Backbordseite des Flusslaufes eingerammten Schiffsbefestigungsdalben übersehen.

Er prallte mit seinem Sportboot gegen den massiven Metallpfosten, sein Boot schlug Leck und kenterte innerhalb weniger Sekunden in der Lühe durch. Der Schiffsführer konnte sich noch an seinem kieloben treibenden Boot festklammern und so über Wasser halten.

Passanten hatten den lauten Knall und seine Hilferufe gehört und sofort den Notruf betätigt.

Als die ersten Einsatzkräfte des Rettungsdienstes und das erste Motorrettungsboot der DLRG nach kurzer Zeit am Havaristen eintrafen, konnten sie den Altländer zusammen mit der Besatzung des Grünendeicher Feuerwehrbootes aus der Lühe retten. Er wurde an Bord erstversorgt und dann am Lühe-Anleger an den Notarzt und die Besatzung eines Rettungswagens übergeben.

Nach Rücksprache mit dem Patienten konnten weitere vermisste Personen ausgeschlossen werden, so dass die weiteren Maßnahmen auf die Bergung des Havaristen beschränkt werden konnten.

Der offenbar geschockte und bereits unterkühlte Mann wurde umgehend zur weiteren Versorgung ins Stader Elbeklinikum eingeliefert.

Das bereits vollständig versunkene Sportboot wurde in der Zwischenzeit durch die Bootsbesatzung der FF Grünendeich gesichert , konnte jedoch aufgrund des hohen Gewichts nicht bewegt werden. Das DLRG Motorrettungsboot „Kiek Ut“ übernahm daher den Havaristen und verbrachte ihn an die Kaimauer des Hafen Grünendeich.

Dort wurde das völlig zerstörte Boot mit dem Kran der DLRG Horneburg/Altes Land an Land gehoben.

Die ebenfalls ausgerückten Taucher der DLRG Ortsgruppe Stade gingen am Hafen Grünendeich einsatzbereit in Bereitschaft, brauchten jedoch nicht mehr ins Einsatzgeschehen eingreifen.

Beamte des Buxtehuder Polizeikommissariats und der Wasserschutzpolizei Hamburg nahmen noch vor Ort die ersten Ermittlungen zur Unfallursache auf.

Mitarbeiter des Kreisumweltamtes wurden informiert und machten sich am Dienstag vor Ort einen Eindruck über evtl. entstandene Umweltschäden.

Der Gesamtschaden dürfte sich nach ersten Schätzungen von DLRG, Feuerwehr und Polizei auf ca. 10.000 Euro belaufen.