DLRG "Kiek Ut" - die Entstehung

Wie lange das Projekt "Neubau Kiek Ut" tatsächlich gedauert hat, lässt sich im nachhinein nicht mehr genau ermitteln. Siecher ist, dass es von der ersten Idee bis zur Fertigstellung mehr als fünf Jahre gebraucht hat. Über einen derart langen Zeitraum kann natürlich genauso lange berichtet werden. Dies soll hier unterbleiben; nur grobe Eckdaten des Entwurfs und Baus sollen dargestellt werden.

Der Anfang

Der Rumpf des neuen Motorrettungsbootes "Kiek Ut" basiert auf einem Tender- und Rettungsboot für Kreuzfahrtschiffe der Stader Bootswerft Robert Hatecke.

Diese Rumpfform hatte den Nachweis seiner Tauglichkeit bereits in der Praxis erbracht.

Ein früher Entwurf zur Anpassung der Aufbauten gibt bereits die deutliche Richtung für das spätere Boot vor. Ein schnelles Arbeitsboot, welches für den Rettungsdienst auf der Unterelbe folgende Zusatzeigenschaften besitzt:

  • Rettungstür für die Verletztenübernahme direkt aus dem Wasser
  • Schleppeinrichtung
  • Flybridge
  • Außenfahrstand
  • Kabine mit durchgängiger Stehhöhe und ausreichend Platz für die wetterunabhängige Verletztenversorgung
  • ebener Arbeitsbereich im geschützten Heckbereich

Der Bau

Der eigentliche Bau des Bootes nahm mehrere Jahre in Anspruch. Die Maschinen wurden im Frühjahr 2011 eingebaut und das Boot für Testfahrten zu Wasser gebracht.

Modifikation

Bei den ersten Probefahrten zeigte sich, dass die geplante Flybridge nur geringen Nutzen bieten würde und dass die Nachteile, wie z.B. das Gewicht und die Optik, überwogen. Aus diesem Grund wurde die Flybridge gegen einen hinter dem Deckshaus gelegenen Steuerstand ausgetauscht. Nach dieser Änderung konnte die Erprobung zur Zufriedenheit der am Bootsbau beteiligten Kameraden fortgeführt werden.