News - Detail

E-Mail an Markus Scheliga:

Eine Kopie der Nachricht an die eigene Adresse senden
captcha
Einfach die Zahlen-/Buchstabenkombination abtippen!
Wichtig: Gross- und Kleinschreibung beachten!

* Pflichtfelder dürfen nicht leer gelassen werden

18.12.2017 Montag Traditionelles Grünkohlessen der DLRG

Fast echter Sürströmming-Fisch...

... für drei neue Bootsführer

Start am Sande

Nicht schön, aber laut

Am Fischmarkt geht's ins Wasser

Aus voller Kehle

"Vegetarischer Grünkohl" ist ein Oxymoron

Drei neue Bootsführer in Stade

Rund um den dritten Advent finden traditionell das große Grünkohlessen und das Stader Fackelschwimmen statt. Fleißige Helferlein stehen bereits am Donnerstag parat, damit am Samstag die Kameradinnen und Kameraden der DLRG sowie Gäste weiterer Rettungsorganisationen mit köstlichem Grünkohl beglückt werden können.

Das Kamerateam des NDR war extra aus Oldenburg angereist, um das Stader Fackelschwimmen für die Sendung „Hallo Niedersachsen“ aufnehmen zu können. So zeigte sich auch der Kameramann angesichts des schönen und vollen Weihnachtsmarkts sehr zufrieden, denn er habe etliche schöne Bilder einfangen können. Und so zogen rund 35 Fackelträger vom Sande zum Fischmarkt und gaben unterwegs pausierend immer wieder Weihnachtslieder zum Besten. „Nicht schön, aber laut“ ist da die Devise, denn wie NDR-Teamchefin Cornelia Meyer richtig für das Fernsehteam feststellte: „Da singt nicht ein Chor im Wasser, sondern Retter, die auch singen.“ So wurde dann auch die eine oder andere schiefe Tonlage verziehen und die Staderinnen und Stader applaudierten und zeigten sich begeistert. Nach den Gesangseinlagen bei rund vier Grad Wassertemperatur verließen die Rettungsschwimmer und –taucher das Nass nach rund 25 Minuten und wärmten sich von innen mit dem bereitstehenden Glühwein.

Während die singenden Schwimmer (nicht die schwimmenden Sänger) ihre Körper bei einer heißen Dusche im Stader Solemio aufwärmten, liefen in der DLRG-Unterkunft die letzten Vorbereitungen für das Grünkohlessen. Die Fahrzeughallen wurden bereits Donnerstag geräumt und gesäubert, Freitag wurde für rund 130 Gäste auf Bierzeltgarnituren alles eingedeckt und am Samstagmorgen schälten die Helfer 50 Kilo Kartoffeln. Die Küchencrew um Christian „Hölli“ Hellwege werkelte bereits seit Stunden in der alten NVA-Feldküche und der Grünkohl duftete durch den Harschenflether Weg. Und so tischten die Kameradinnen und Kameraden der Ortsgruppe Stade den Ortsgruppen aus Drochtersen, Horneburg und Buxtehude sowie den Gästen des THWs und der Feuerwehr massenhaft Kassler, Kohlwurst und Bauchspeck auf.

Nach dem Essen ehrte wie gewohnt der 1. Vorsitzende Christian Schaarschmidt die Wachgängerinnen und Wachgänger, welche ehrenamtlich etliche Stunden auf der Rettungswache Stadersand verbrachten, um dort für Sicherheit auf der Elbe zu sorgen. Hierbei tat sich Kameradin Andrea Schmidt besonders hervor, welche mit ihren abgeleisteten Wachstunden auf Platz 1 der Wachgängerliste steht.

Sie war es dann auch, welche gemeinsam mit den Kameraden Kai Riggers und Sascha Schumacher per Aufnahmeritual in die Riege der Bootsführer aufgenommen werden sollte. Das gemeinsame Biertrinken vom Brett erwies sich dann auch als nicht so leicht, denn die Männer schienen einen kräftigeren Schluck und somit auch einen stärkeren Kippdrang zu haben als die Kameradin. Dass „Klein Kai“ Riggers mit seinen rund zwei Meter Körpergröße das Bierbrett dann auch noch seitlich zu den deutlich kleineren Nachbarn abfallen ließ, machte die Sache nicht einfacher. Macht nichts, Bier kann man rauswaschen. Dass die drei Aktiven dem 1. Vorsitzenden nach der Zwangsabgabe ihrer Portemonnaies noch Popcorn besorgen mussten, sei nur am Rande erwähnt. Auch diese Prüfung wurde dank des naheliegenden „Cinestar“ mit Bravour bestanden. Nervös machte letztlich die dritte Prüfung: das Essen der schwedischen Spezialität „Surströmming“. Besonders „Klein Kai“ zeigte sich skeptisch, waren ihm doch die Youtube-Videos bestens bekannt, in denen Wahnsinnige den stinkenden Fisch aus der Dose befreien und sich sogleich übergeben müssen. Aber der Zweimetermann nahm all seinen Mut zusammen und öffnete die Dose, die Gerüchten zufolge wegen ihrer Gefährlichkeit gleich hinter waffenfähigem Plutonium auf Rang zwei der No-Fly-Liste aller Fluggesellschaften steht. Erleichtert stellten die drei frischgebackenen Bootsführer fest, dass es sich nicht um den echten Surströmming handelte. Kamerad und Seebär Schumacher versprach, den echten Fisch von einer seiner Reisen aus Schweden mit nach Deutschland zu bringen, um zu testen, inwiefern diese "Spezialität" tatsächlich als waffenfähig einzustufen ist.

Glücklich und erleichtert, von dem Gestank verschont geblieben zu sein, verbrachten die Gäste den Rest des Abends in munterer Geselligkeit. Die DLRG Stade dankt allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Fackelschwimmens, allen Helfern rund um das Grünkohlessen sowie sämtlichen verbundenen Förderern und Gästen für das Erscheinen. Im nächsten Jahr gibt’s Surströmming. Vielleicht.

Von: Markus Scheliga

zurück zur News-Übersicht