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17.03.2018 Samstag Jahreshauptversammlung der Ortsgruppe Stade

Der 1. Vorsitzende eröffnet die JHV

Ein Anker und eine unendliche Geschichte

Spaß mit der Jugend

Ein havarierter Shantychor

Ohne Spenden geht nichts. Danke!

Einsätze, Ausbildung, Jugend und ein bevorstehender Umzug

Am 02. März fand in Stade die jährliche Jahreshauptversammlung der Ortsgruppe Stade statt, zu welcher der 1. Vorsitzende Christian Schaarschmidt die Mitglieder begrüßte.

Zu Beginn berichtete der Vorsitzende über die Tätigkeiten des Vorstands, dessen Erreichbarkeit sich nun verbessert habe. Er dankte den Ausbildern und Einsatzkräften für deren ehrenamtliche Arbeit, bedauerte jedoch gleichzeitig, dass sich die Kosten für das Solemio, welches für die Ausbildung unverzichtbar ist, stark angestiegen seien. So bezahlt die DLRG für ihre Wasserzeiten inzwischen über 10.000 Euro im Jahr, wovon dankbarerweise die Stadt Stade 4000 Euro übernehme, da dieser Posten ansonsten für eine ehrenamtlich organisierte Organisation nicht zu tragen wäre, ohne dass die Kursgebühren massiv angehoben würden.

Im weiteren Verlauf berichtete Schaarschmidt über die Einsätze des vergangenen Jahres, welches mit einem kuriosen Einsatz in der Silvesternacht begann. Des Weiteren beschäftigte die Ortsgruppe eine Ankersuche über mehrere Wochen; ein Anker, welcher von einem Kapitän auf der Elbe verloren wurde. Leider konnte der Kapitän nicht mehr nachvollziehen, wo genau er seinen Anker verloren hatte, was die Sache für die DLRG nicht einfacher machte. Da so ein großer Anker auf dem Grund der Elbe eine potentielle Gefahr darstellt, gaben die Einsatzkräfte nicht auf und suchten weiter, bis die Taucher tatsächlich einen großen Anker bergen konnten. Leider stellte sich dabei heraus, dass die Kameradinnen und Kameraden zwar einen Anker gefunden hatten, aber eben nicht den gesuchten Anker. Eine unendliche Geschichte.

Interessant sei auch der Einsatz gewesen, bei welchem sich ein kompletter Shantychor im Nebengewässer festsetzte. Die Ausflügler havarierten auf Grund und wurden von DLRG-Booten an Land gebracht. Der Chor verzichtete bei der Evakuierung auf obligatorische Seemannsgesänge, wofür die Einsatzkräfte sich dankbar zeigten.

Weiterhin dankte der 1. Vorsitzende den Spendern und Förderern der DLRG. So konnten inzwischen der erste Unimog nach umfassendem Umbau in Dienst gestellt und das durch einen Unfall beschädigte Boot KIEK UT repariert werden.

Eine Herausforderung werde, so Schaarschmidt, der bevorstehende Umzug der Ortsgruppe sein. Und so definierte er die Ansprüche, die an eine solche Unterkunft gestellt werden müssen. Der sich aktuell im Gespräch befindliche neue Standort erfülle bereits viele dieser Ansprüche und daher sei die DLRG mit der Stadt Stade wegen der notwendigen Umbauten im Gespräch. Ein Nutzungsvertrag solle zeitnah ausgearbeitet werden.

Zu bedauern sei, das bemerkte der Ehrenamtliche in seinem Bericht ausdrücklich, die sinkende Zahlungsmoral der eigenen Mitglieder. Große Anstrengungen seien erforderlich, wenn Mitgliedsbeiträge zurückgebucht würden, Kursgebühren nicht bezahlt usw., denn auch hierfür ist niemand wie in einem normalen Unternehmen üblich angestellt. Auch diese Tätigkeiten werden bei der DLRG ehrenamtlich und neben dem eigentlichen Beruf erledigt, wofür Schaarschmidt dem Kassenwart Maik Junge ausdrücklich dankte. Besser geworden sei jedoch die Zahlungsmoral bei der Abrechnung geleisteter Einsätze.

Lars Müller übernahm für den „Technischen Leiter / Einsatz“ Maik Hippauf den Bericht aus der Einsatzsparte. Er stellte dar, dass an 19 Wochenenden 3600 ehrenamtliche Wachstunden abgeleistet wurden. Dabei hervorzuheben sei die Kameradin Andrea Schmidt, welche mit 400 ehrenamtlichen Wachstunden den 1. Platz belegte.

2860 ehrenamtliche Arbeitsstunden sind in den Umbau des zweiten Unimogs geflossen sowie in die Instandhaltung und Reparatur der Boote. Insgesamt wurden 2017 57 Einsätze gefahren sowie zwölf Übungsdienste geleistet, alles ehrenamtlich, versteht sich.

Der „Technische Leiter / Ausbildung“ Nico Ahrens berichtete im Anschluss über die geleistete Arbeit der Ausbildungssparte und bedauerte gleichzeitig den Mangel an Ausbildern. So werde es derzeit zum Beispiel keine neuen Schwimmkurse für Flüchtlinge mehr geben, weil schlicht zu wenig Ausbilder vorhanden seien. Aus diesem Grund werde man zukünftig weiter den Schwerpunkt auf die Ausbildung von Ausbildern legen. So sei etwa der Kurs „Ausbildungsassistent Schwimmen“ gut verlaufen und ein Lehrgang „Ausbildungsassistent Rettungsschwimmen“ geplant.

Des Weiteren habe das obligatorische Ausbildergrillen im Stader Freibad stattgefunden, wofür der Badleitung des Solemios zu danken sei. Als weitere Punkte dankte Nico Ahrens Enno von Allwörden für den Bau einer neuen Gitterbox, in welcher im Solemio nun sämtliches Material Platz habe, sowie Kameradin Ingrid Subklewe für ihre Bereitschaft, sich zur EH-Ausbilderin ausbilden zu lassen. Kamerad von Allwörden werde sich zum Lehrscheininhaber fortbilden lassen, so Ahrens.

Probleme gebe es bei der Zahlungsmoral einiger Schwimmeltern und eine Herausforderung sei es zudem, dass mehr rettungsfähige Aufsichten bei dem normalen Mitgliederschwimmen erforderlich seien.

Enno von Allwörden übernahm den Bericht der Jugend. Er hob hervor, dass sich leider nur noch vier Kameradinnen und Kameraden im Jugendvorstand engagieren. Hier erhoffe man sich in Zukunft mehr Engagement, denn auch in Zukunft wolle die Jugend wie auch 2017 geschehen an den Bezirks- und Landesmeisterschaften teilnehmen, eine Dänemark-Freizeit organisieren, mit den Kindern in der Weihnachtszeit Kekse backen und eislaufen fahren können. Letztlich bleibe jedoch die Erkenntnis, dass die Arbeit mit den Jüngsten, die Jugendabende sowie die Ausbildung der Kleinen einfach Spaß bereiten.

Nach der Vorstellung der Jahresabschlussrechnung sowie dem Haushaltsplan für das Geschäftsjahr 2018, dem Bericht der Revisoren, der Entlastung des Vorstands und der Vergabe der Ehrungen schloss Christian Schaarschmidt die Jahreshauptversammlung und lud alle Mitglieder zum Klönen bei heißen Würstchen ein.

Bis zum nächsten Jahr...

Von: Markus Scheliga

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