News - Detail

17.07.2018 Dienstag Großeinsatz auf der Elbe – zwei Schwimmer vermisst

Suchkette Boote

Christoph 29 im Sucheinsatz

Christoph 29

Ausrüstung auf Good Will verladen

Boote im Einsatz

Boote im Einsatz

Kiek Ut markiert Verdachtspunkt

Good Will mit Tauchern

Kiek Ut - Sonarsuche

Einsatzleitung vor Ort

Sonarbild einer Übung mit Puppe

Nahezu zeitgleich gingen am späten Sonntagnachmittag die Notrufe bei der Feuerwehr- und Rettungsdienstleitstelle in Stade (FRL-Stade) ein. Mehrere Anrufer meldeten zwei vermisste Schwimmer im Bereich Bassenflether Strand / Twielenfleth. Die Disponenten der Leitstelle lösten daraufhin Großalarm für die Einsatzkräfte der DLRG, Feuerwehr und des Rettungsdienstes aus. 

Eine Gruppe junger Männer hatte den sonnigen Tag zum Anlass genommen um im Bereich des letzten Strandabschnittes in Bassenfleth, Richtung Twielenfleth, Schwimmen zu gehen. Mehrere Passanten beobachteten dabei, dass zwei der Männer das Ufer nicht mehr erreichen konnten und untergingen. Ein Angler versuchte die beiden Männer zu retten, konnte jedoch keinen der Beiden mehr ausfindig machen. Die übrigen Passanten setzten parallel dazu mehrere Notrufe ab.

Umgehend wurde Großalarm für die Einsatzkräfte der Wasserrettung ausgelöst. Die Helfer von DLRG , Feuerwehr, Rettungsdienst und der Notarzt wurden zum Twielenflether Anleger beordert. Dort begann einer der umfangreichsten Sucheinsätze der letzten Jahre. 

Aufgrund der Zeugenaussagen und des zum Zeitpunkt des Unglückes herrschenden auflaufenden Wassers wurde der Einsatzbereich vom Ende des Bassenflether Strandes bis zur Elbinsel Lühesand festgelegt. 

Der ebenfalls alarmierte Rettungshubschrauber „Christoph 29“, vom Bundeswehrkrankenhaus in Hamburg, flog die Fläche mehrmals ab, konnte jedoch keine Personen im Wasser oder im Uferbereich ausfindig machen. 

Einsatzkräfte überprüften von Land aus die Uferregionen im Bereich Twielenfleth und auf der Elbinsel Lühesand ab. 

Die insgesamt elf Einsatzboote von DLRG und Feuerwehr suchten parallel den Bereich wasserseitig ab. 

Neben dem Stader Motorrettungsboot „Kiek Ut“ waren weitere Boote mit Side-Scan-Sonargeräten ausgestattet. Mithilfe dieser Technik wurde der Elbgrund weitläufig auf Hinweise nach den Vermissten abgesucht. Die dabei erfassten Verdachtspunkte wurden umgehend durch die Taucher der DLRG Ortsgruppen Stade und Buxtehude sowie der Stader Feuerwehr überprüft. Auch Grundangeln kamen dabei immer wieder zum Einsatz. 

Leider konnten die Personen jedoch nicht gefunden werden, so dass die Einsatzleitung gegen 20:30 Uhr die Suche erfolglos beendete. 

Im Einsatz waren ca. 100 Einsatzkräfte der DLRG Ortsgruppen aus Stade, Horneburg, Buxtehude und Wedel, der Feuerwehren aus Stade, Hollern-Twielenfleth, Grünendeich, und Wedel, der Einsatzleitwagen des Landkreises Stade, Helfer des Rettungsdienstes von DRK und Johanniter-Unfallhilfe sowie Polizeibeamte der Wasserschutzpolizei aus Hamburg und Stade.

Am Montagvormittag wurde die Vermutung dann Gewissheit. Spaziergänger entdeckten gegen 10 Uhr den ersten Leichnam am Elbstrand. Bei ablaufend Wasser wurde die Leiche an den Strand gespült. Auch der zweite Vermisste konnte wenig später gefunden werden. Einsatzkräfte der Feuerwehr Hollern-Twielenfleth und der Polizei Stade sicherten während der Ermittlungen die Fundstelle ab.

Kategorie(n)
WRD / KatS

Von: Christian Schaarschmidt

zurück zur News-Übersicht

E-Mail an Christian Schaarschmidt:


Eine Kopie der Nachricht an die eigene Adresse senden
captcha
Einfach die Zahlen-/Buchstabenkombination abtippen!
Wichtig: Gross- und Kleinschreibung beachten!
Ich habe die Datenschutzerklärung zur Kenntnis genommen

* Pflichtfelder dürfen nicht leer gelassen werden