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20.07.2018 Freitag Fischkutter mit Wasser vollgeschlagen

Ein von Wasser überspülter Fischkutter beschäftigte am Donnerstagabend die Einsatzkräfte von DLRG und Feuerwehr.  Das ca 20 Meter lange Schiff kam am Vorabend in Wischhafen vor einer Werft auf einer Helling fest und legte sich dann bei Niedrigwasser auf die Seite. Mit auflaufendem Wasser schlug das Schiff voll und löste einen Großeinsatz für DLRG und Feuerwehr aus.

Eine junge Familie hatte das Schiff erst vor kurzem gekauft und wollte es in Hamburg zu ihrem neuen Zuhause umbauen. Da der angestrebte Liegeplatz in Hamburg jedoch noch nicht verfügbar war, steuerte der Kapitän auf der Überführung von Kiel nach Hamburg die alte Ewerwerft „Kroos“ in Wischhafen an, um dort festzumachen. Dabei kam er jedoch zu dicht an die dortige Slipanlage und saß nach einer Grundberührung fest. In der Nacht kippte das Schiff aufgrund des ablaufenden Wassers und der Auflage auf den Schienen der Slipanlage in Richtung des Fahrwassers. Mit der Flut am frühen Morgen bekam das Schiff dann nicht genug Auftrieb und lief über das Deck und die Decksluken voll mit Wasser.

Im Laufe des Tages wurden die freiwilligen Feuerwehren aus Wischhafen, Krummendeich, Assel, sowie Freiburg alarmiert, die ca. 20m³ Wasser aus dem Havaristen pumpen konnten.

Als am späten Nachmittag dann das Wasser erneut aufzulaufen begann, hatte die örtliche Einsatzleitung berechtigte Sorge, dass der Auftrieb des Havaristen wieder nicht ausreichen würde um das Schiff aufzurichten. Es wurde entschieden, die DLRG Ortsgruppen aus Stade und Drochtersen, sowie die Helfer der freiwilligen Feuerwehr aus Stade mit Tauchern, Hebekissen und Lecksegeln nachzualarmieren.

An der Einsatzstelle angekommen, befand sich der Havarist immer noch in starker Schräglage und war mit den Seilwinden von zwei Feuerwehrfahrzeugen gegen weiteres Kippen gesichert.

Als erste Option wurde das Anbringen von Hebekissen angedacht, allerdings war es aufgrund der Lage und des Wasserstandes nicht möglich Gurte unter dem Rumpf des Havaristen zu verlegen. Daher wurde entschieden sämtliche Luken und Öffnungen an Deck und am Aufbau wasserdicht zu versiegeln. Dennoch eindringendes Wasser sollte mit zahlreichen Tauchpumpen in Grenzen gehalten werden.

Bei der Erkundung auf dem Havaristen konnten die Taucher zudem keine signifikanten Leckagen im Unterwasserbereich feststellen, so dass auf den Einsatz von Lecksegeln verzichtet werden konnte.

Gegen 18:00 Uhr richtete sich das Schiff mit der Flut langsam wieder auf und begann zu schwimmen.

Mit Hilfe des Stader Motorrettungsboot „Kiek Ut“  und der Seilwinde des Rüstwagens der Feuerwehr Assel wurde der Havarist gegen 20:00 Uhr wieder in tieferes Wasser gezogen und dann auf einen besseren Liegeplatz verlegt.

Um ca. 21.00 Uhr war der Einsatz für die Stader helfer beendet und unsere Kräfte konnten nach Stade einrücken. Dort begann dann das große Reinigen der Ausrüstung um die Einsatzbereitschaft der Taucher wiederherzustellen.

Kategorie(n)
WRD / KatS

Von: Christian Schaarschmidt

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